| Technical data |
| 1- / 3-phase | 1 |
| Enclosure design | Switch cabinet |
| Nominal voltage max. | AC 500 V, DC 450 V |
| Output contacts | 2 C/O contacts |
| Width | 22,5 mm |
| Type | MK 9054N |
| Variant |
| Auxiliary voltage | AC/DC 80 - 230 V |
| Contact equipping | 2 changeover contacts |
| Measuring range | AC 5 - 50 V |
| Operate delay | 0,1 - 20 s |
| Switching delay | 0 - 20 s |
| Terminal type | fixed terminal block with screw terminal |
| Approvals and Markings | CCC |
| Variant | Undervoltage relay. Closed circuit operation |
Das
Spannungsrelais MK9054N.12/012 AC5-50V Tv=0-20S von
Dold ist ein
Unterspannungsrelais im
Ruhestromprinzip, speziell für die Überwachung von
1-phasigen Gleich- und Wechselspannungsnetzen konzipiert. Es dient der kontinuierlichen Überwachung der Netzspannung, um bei Abweichungen vom voreingestellten Wert frühzeitig Maßnahmen einzuleiten, beispielsweise durch das Schalten von Ausgangskontakten. Die Geräteinstellung erfolgt über Drehschalter an der Frontseite, was eine einfache und bedienerfreundliche Konfiguration ermöglicht. Die Anwendung erfolgt in
Industrieanlagen, wo die Betriebssicherheit und die Vermeidung von Ausfällen durch präventive Wartung und frühzeitige Fehlererkennung von entscheidender Bedeutung sind.
Einsatzbereiche
Das Relais ist für den Einsatz in industriellen Anlagen vorgesehen, wo die Spannungsqualität kritisch für den Betrieb von Maschinen und Anlagen ist. Es überwacht
Gleich- und Wechselspannungen im Bereich von
AC 5 bis 50 V, wobei die Geräte für sinusförmige Wechselspannungen in Effektivwert abgeglichen sind. Die Überwachung erfolgt durch Messung des arithmetischen Mittelwerts der gleichgerichteten Spannung. Die Anwendung umfasst beispielsweise die Überwachung von Hilfsstromversorgungen, Steuerungssystemen oder Antrieben, wo eine Unterbrechung der Spannung zu Schäden oder Stillständen führen kann.
Funktionen und Ausstattung im Detail
Das Gerät verfügt über
2 Wechsler als Ausgangskontakte, die für den Schaltvorgang genutzt werden. Die
Schaltverzögerung beträgt
0 bis 20 Sekunden, wodurch kurzzeitige Spannungsschwankungen ignoriert werden können, um falsche Auslösungen zu vermeiden. Die
Ansprechverzögerung liegt zwischen
0,1 und 20 Sekunden und dient der Verzögerung des Ansprechens nach Überschreiten des Schwellwertes. Die
Hilfsspannung wird im Bereich von
AC/DC 80 bis 230 V zugeführt, wobei der Hilfskreis vom Messkreis
galvanisch getrennt ist, was eine höhere Sicherheit bietet. Die
Anlaufüberbrückung wirkt nur einmalig nach Anlegen der Hilfsspannung, um Startvorgänge nicht zu stören.
Technik verständlich erklärt
Das Relais misst die Spannung über die Klemmen
e und
f und vergleicht sie mit dem eingestellten Ansprechwert. Bei Unterschreitung dieses Wertes wird der Ausgangskontakt entsprechend geschaltet. Die
LED-Anzeigen signalisieren die Betriebsbereitschaft (grüne LED) und die Aktivierung des Ausgangsrelais (gelbe LED). Die
Einstellung des Ansprechwertes erfolgt über Drehschalter an der Front, wobei auch die
Hysterese (Rückfallwert) eingestellt werden kann. Die Abhängigkeit der Hysterese vom Einstellwert ist zu beachten, um eine zuverlässige Schaltfunktion zu gewährleisten. Die
maximale Nennspannung für die Ausgangskontakte beträgt
AC 500 V und
DC 450 V, wobei die Kontakte für den Einsatz in Schaltschränken ausgelegt sind.
Kompatibilität und Zubehör
Das Gerät ist für den Einsatz in
Schaltschränken konzipiert und hat eine
Baubreite von 22,5 mm, was es für Standard-Schalttafeln geeignet macht. Es ist mit einem
festen Klemmenblock mit Schraubklemmen ausgestattet, was eine sichere und dauerhafte Verbindung gewährleistet. Optional sind steckbare Anschlussblöcke verfügbar, die einen schnellen Geräteaustausch ermöglichen. Die Geräte entsprechen den Normen
IEC/EN 60255-1 und
IEC/EN 60947-1, was die Einhaltung von Sicherheits- und Funktionsanforderungen für elektrische Betriebsmittel bestätigt. Die Zulassung
CCC ist für diese Variante vorhanden.
Montage und Installation
Die Montage erfolgt in einem Schaltschrank, wobei die Baubreite von 22,5 mm die Einbauhöhe bestimmt. Die Anschlussklemmen sind klar beschriftet:
A1, A2 für die Hilfsspannung,
e, f für den Spannungsmesseingang,
11, 12, 14 und
21, 22, 24 für die beiden Wechslerkontakte. Bei Verwendung eines Fernpotis an den Klemmen
Z1, Z2, Z3 ist zu beachten, dass Messkreis und Fernpoti nicht galvanisch getrennt sind. Die Klemme
e sollte daher an
N, – oder GND angeschlossen werden, um eine unerwünschte Spannung am Fernpoti zu vermeiden.
Vorteile im Betrieb
Die kontinuierliche Überwachung der Spannung ermöglicht eine
präventive Wartung, wodurch Ausfälle und Schäden an elektrischen Anlagen vermieden werden. Die
schnellere Fehlerlokalisierung durch die LED-Anzeigen und die präzise Schaltfunktion erhöhen die Betriebssicherheit. Die
hohe Überlastbarkeit und die
Messfrequenz bis 5 kHz sorgen für eine robuste und zuverlässige Funktion auch unter schwierigen Bedingungen. Die
galvanische Trennung zwischen Hilfs- und Messkreis erhöht die Sicherheit und verhindert Störungen im Messkreis durch Störungen im Hilfskreis.