| Technical data |
| Width | 45 mm |
| Type | BH 5552 |
| Variant |
| Nominal voltage | DC 24 V |
Das Dold Diagnosemodul BH5552 ist ein spezifisches Modul für das multifunktionale Sicherheitssystem SAFEMASTER M. Es dient der Übertragung von Zustandsinformationen von der Steuereinheit und den Eingangsmodulen, wie Eingangs- und Fehlerzustände, Zuordnungen zu Starttastern und Sicherheitsausgängen, an eine Steuerung oder ein busfähiges Anzeigegerät. Das Modul ermöglicht somit eine zentrale Zustandsvisualisierung im industriellen Betrieb, wobei die Daten über ein Profibus-DP-Netz übertragen werden. Die Nennspannung beträgt DC 24 V, die Versorgung erfolgt dabei über das SAFEMASTER M-System. Die Baubreite von 45 mm ermöglicht eine kompakte Montage in Standard-Schalttafeln.
Einsatzbereiche
Das Diagnosemodul ist für den Einsatz in industriellen Sicherheitssystemen konzipiert, insbesondere in Anlagen, die das SAFEMASTER M-System nutzen. Es wird eingesetzt, um den Betriebszustand der Sicherheitskomponenten in Echtzeit zu überwachen und Fehler oder Störungen frühzeitig zu erkennen. Die Anbindung erfolgt über ein Flachbandkabel an den linken Anschlussstecker des SAFEMASTER M-Systems, wodurch die Spannungsversorgung und die Datenübertragung über dieselbe Verbindung erfolgen. Die Kommunikation mit dem übergeordneten Steuerungssystem erfolgt über die SubD-Buchse am Gerät.
Funktionen und Ausstattung im Detail
Das Modul verfügt über eine galvanische Trennung, die eine sichere und störungsfreie Datenübertragung gewährleistet. Die Übertragungsgeschwindigkeit wird automatisch erkannt, wodurch eine flexible Integration in bestehende Profibus-DP-Netze möglich ist. Die LED-Anzeigen dienen der visuellen Statusanzeige: Eine rote LED (err") leuchtet im Fehlerfall, eine gelbe LED ("run") zeigt eine korrekte Datenübertragung an, und eine grüne LED ("rdy) signalisiert Betriebsbereitschaft. Bei einer eingestellten Geräteadresse 0 blinken rot und grün, was auf eine reservierte Adresse für den Master hinweist.
Technik verständlich erklärt
Die Datenübertragung erfolgt über ein verdrilltes, abgeschirmtes Zweidrahtkabel gemäß IEC 61158, das für die Profibus-DP-Verbindung verwendet wird. Das Protokoll ist Profibus DP-V0, das für industrielle Anwendungen mit hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit und Echtzeitfähigkeit entwickelt wurde. Die maximale Buslänge variiert je nach Übertragungsrate: bis zu 1200 m bei niedrigen Geschwindigkeiten (9,6 Kbit/s bis 45,45 Kbit/s) und bis zu 100 m bei hohen Geschwindigkeiten (3000 Kbit/s bis 12000 Kbit/s). Die Installationsrichtlinien nach dem PNO-Dokument „Installation Guideline for Profibus DP/FMS“ sind einzuhalten, um die maximale Länge und Stabilität des Bussegments zu gewährleisten. Der PE-Anschluss muss unbedingt an Masse gelegt werden, um elektromagnetische Störungen zu minimieren.
Kompatibilität und Zubehör
Das Diagnosemodul ist speziell für das SAFEMASTER M-System entwickelt und wird über das Flachbandkabel an dessen linken Anschlussstecker angeschlossen. Die Konfiguration des Netzwerkes erfordert die Gerätestammdatei „EDS080F.gsd“, die auf der DOLD-CD PN 5501 (Artikelnummer 0052860) im Verzeichnis Profibus/GSD verfügbar ist. Die Adresse des Moduls im Profibus-DP-System wird über die Drehschalter ADR 10 und ADR 1 eingestellt, wobei die Adressen von 01 bis 99 möglich sind. Die Geräteadresse 0 ist reserviert für den Master.
Montage und Installation
Die Montage erfolgt durch Aufstecken des Moduls an den linken Anschlussstecker des SAFEMASTER M-Systems. Die Verbindung erfolgt über ein Flachbandkabel, das sowohl die Spannungsversorgung als auch die Datenübertragung übernimmt. Die Anschlussstelle am Profibus-DP-Netz ist die SubD-Buchse am Gerät. Die Installation muss gemäß den PNO-Richtlinien erfolgen, um die Funktionalität und Stabilität des Bussystems zu gewährleisten. Einstellungen am Gerät dürfen nur von Fachpersonal im spannungslosen Zustand vorgenommen werden.
Vorteile im Betrieb
Das Diagnosemodul ermöglicht eine zentrale und kontinuierliche Überwachung des Sicherheitssystems, wodurch die Verfügbarkeit und Sicherheit der Anlage erhöht wird. Die galvanische Trennung und die automatische Geschwindigkeitserkennung sorgen für eine robuste und wartungsfreundliche Integration. Die LED-Anzeigen bieten eine schnelle visuelle Fehlererkennung, wodurch die Wartungszeiten reduziert werden. Das Modul ist für Dauerbetrieb ausgelegt und kann im Temperaturbereich von 0 bis +50 °C betrieben werden. Bei einer Betriebstemperatur von 50 °C sollte ein Abstand von 3 bis 5 mm zwischen den Modulen eingehalten werden, um eine ausreichende Kühlung zu gewährleisten. Die Schutzart IP 20 für Gehäuse und Klemmen schützt vor Berührung mit beweglichen Teilen und ist für den Einsatz in geschlossenen Schalttafeln geeignet. Die EMV-Anforderungen gemäß IEC 61000-4-3, -4-4, -4-5 und -4-6 sowie die Funkentstörung nach EN 55 011 Klasse B gewährleisten eine hohe Störfestigkeit. Das Gehäuse besteht aus Thermoplast mit V0-Verhalten nach UL Subject 94, was eine hohe Flammschutzklasse bedeutet. Die Rüttelfestigkeit beträgt eine Amplitude von 0,35 mm bei Frequenzen von 10 bis 55 Hz, was die Einsatztauglichkeit in vibrierenden Umgebungen sichert.
Das Modul liefert ein Informationspaket von 28 Bytes, wobei jeweils 7 Bytes für die Steuereinheit und die drei anschließbaren Eingangsmodulen vorgesehen sind. Die genaue Belegung der Bytes ist in den Beschreibungen der jeweiligen Steuer- und Eingangsmodulen enthalten. Die Datenübertragung erfolgt über das Profibus-DP-Netz, wodurch eine zentrale Diagnose und Steuerung der Sicherheitskomponenten ermöglicht wird.